Angaben ohne Gewähr!

ECB Exchange Rates
Currency EUR  
2017-10-22
USD 
CHF 
JPY 
GBP 
CNY 

Bleiben Sie in Kontakt!

TRUST-Team folgen ...
         
  Blog Linkedin
  Facebook Twitter
  Xing iTunes
  YouTube Flickr
  Mehr TRUST-Internetseiten
VERBRAUCHERSCHUTZVEREIN, der einzige unabhängige in Deutschland - Bund der Sparer e.V. - geht in die Offensive. erfahren Sie mehr ...

Ihre neue Internetpräsenz

erfahren Sie mehr [0.9 min]
Pflegefall, wer zahlt, wenn es ernst wird? PDF Drucken E-Mail


Zwei Millionen Deutsche bekommen Leistungen aus der Pflegekasse! Viele Betroffene fühlen sich mit dem Antrag der richtigen Pflegestufe überfordert und glauben zu wenig Geld zu erhalten.

Wer gilt als pflegebedürftig?
Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen, seelischen Krankheit oder Behinderung das Alltagsleben nicht mehr allein bewältigen können.

Wer zahlt, wenn es ernst wird?
Die gesetzliche Pflegeversicherung- wann und wie viel, ist gesetzlich genau festgelegt.

Muss ich vorher in die Pflegekasse eingezahlt haben?
Ja, wenigstens in zwei der letzten zehn Jahren vor dem Antrag! Ehepartner und Kinder sind mitversichert. Eingezogen werden 1.95 Prozent vom Bruttolohn [Kinderlose 2.2 Prozent], die zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen werden. Ein Single mit 2.500.00 Euro brutto zahlt 27.50 Euro im Monat. Hat er Kinder, 24.38 Euro. Rentner zahlen den ganzen Satz allein.

Reichen die Pflegesätze aus, um die Kosten zu decken?
Nein, sie entsprechen nur einer Grundsicherung. Ein stationärer Pflegeplatz kann monatlich 3.000.00 Euro und mehr kosten. Das Gesundheitsministerium rät zur privaten Vorsorge.

Wie komme ich an Geld aus der Pflegekasse?
Jede Krankenkasse, ob gesetzlich oder privat, ist gleichzeitig Pflegekasse. Der Antrag auf Leistungen kann formlos schriftlich gestellt werden. Dann bestellt die Kasse einen Gutachter, den Medizinischen Dienst [MDK], der den Versorgten zu Hause besucht und die Situation prüft.

Was muss beim Gutachterbesuch beachtet werden, damit man das meiste Geld bekommt?
Oft geben sich die Pflegebedürftigen gesünder, als sie sind, weil sie sich ihres Gesundheitszustands schämen. Deshalb sollte unbedingt der betreuende Angehörige dabei sein, um die Alltagslage konkret zu schildern. Jeden Handgriff genau angeben, den gesamten Zeitlaufwand der Pflege darlegen. Am besten vorher eine Woche Pflegetagebuch führen und mit dem Gutachter durchgehen. Vordrucke bei Kassen oder unter www.vz-nrm.de

Was tun, wenn der Antrag abgelehnt oder die Pflegestufe zu niedrig ist?
Innerhalb eines Monats Widerspruch bei der Kasse einlegen, der im Widerspruchsausschuss geprüft wird [dort sitzen zur Hälfte Vertreter der Versicherten mit am Tisch]. Wird der Widerspruch abgelehnt, ist innerhalb eines Monats nach Erhalt der Ablehnung eine Klage vor dem Sozialgericht möglich. Ein Zweitgutachten wird in der Regel nicht zugestanden.

Was ist, wenn die Klage abgeschmettert wird?
Dann kann der Pflegebedürftige oder für ihn der Angehörige vor dem Landessozialgericht in Berufung gehen. Das Bundessozialgericht verhandelt solche Fälle nicht.

Bekomme ich als Angehöriger oder Freund Geld aus der Pflegekasse?
Nicht direkt. Der Pflegefall kann Pflegegeld für die häusliche Betreuung an die Pflegekraft seiner Wahl weitergeben.

Muss mein Chef mir freigeben, wenn ich plötzlich Pflege organisiere?
Ja, bis zu zehn Tage - nur unbezahlt. Darüber hinaus können nahe Angehörige bis zu sechs Monate unbezahlten Urlaub verlangen.

Wer zahlt, wenn das Pflegegeld nicht reicht?
Dann muss die Pflegepension mit ihrem Einkommen [Rente, usw.] oder Vermögen ran. Reicht das nicht, springt das Sozialamt ein. Dort kann der Betroffene „Hilfe zur Pflege“ beantragen. Das Sozialamt prüft, ob die Pflegeperson wirklich bedürftig ist und ob Verwandte die Kosten übernehmen können. Zahlen müssen nur unterhaltspflichtige Verwandte ersten Grades. Das sind meist die Kinder, nicht deren Ehepartner. Sie müssen die Kosten nur dann übernehmen, wenn ihr Einkommen bestimmte Grenzen überschreitet, die vom Einzelfall abhängen. Dem Angehörigen soll pro Monat mindestens 700.00 Euro plus Unterkunftskosten plus 250.00 Euro für jedes weitere Familienmitglied bleiben. Nur Einkünfte, die darüberliegen, könnte das Sozialamt anrechnen.

Was muss ich bei der privaten Zusatzabsicherung beachten?
Bis 40 drum kümmern. Je jünger und gesünder Sie beim Einstieg sind, desto günstiger ist der Beitrag. Bei Vorerkrankungen werden Risikozuschläge fällig.

Die unterschiedlichen Pflegestufen

"PFLEGESTUFE NULL“
Menschen mit erheblich "eingeschränkter Alltagskompetenz“ [z.B. Alzheimer- Erkrankte, psychisch Krankte, Behinderte] haben Anspruch auf staatliche Unterstützung, ohne eine reguläre Pflegestufe zu haben. Dazu sollen bestimmte Kriterien erfüllt sein - z.B. unkontrolliertes Verlassen der Wohnung oder mangelnde Einschätzung gefährlicher Situationen. Je nach Aufwand der erforderlichen Betreuung liegt der sogenannte "Betreuungsbetrag“ bei bis zu 100.00 Euro im Monat [Grundbetrag] bzw. 200.00 Euro [erhöhter Betrag]. Das sind im Jahr bis zu 1.200.00 Euro bzw. 2.400.00 Euro.

"PFLEGESTUFE EINS“
Erhebliche Pflegebedürftigkeit. Mindestens 90 Minuten täglicher Zeitaufwand. Grundpflege [Körperpflege, Ernährung, Mobilität] täglich mindestens 46 Minuten. Mehrmals pro Woche hauswirtschaftliche Versorgung. Häusliche Pflege durch Angehörige, Nachbarn, Freunde: 215.00 Euro | Monat [ab 2010: 225.00 Euro, ab 2012: 235.00 Euro]. Häusliche Pflege durch Fachpersonal: 429.00 Euro "Ambulante Sachleistungen“ [Pflegehilfe] im Monat [ab 2010: 440.00 Euro. ab 2012: 450.00 Euro]. Stationäre Pflege im Pflegeheim: 1023.00 Euro | Monat.

"PFLEGESTUFE ZWEI“
Schwerpflegebedürftigkeit. Täglicher Zeitaufwand mindestens drei Stunden. Davon dreimal täglich mindestens zwei Stunden Grundpflege [Körperpflege, Ernährung]. Pro Woche mehrmals Hilfe bei hauswirtschaftlicher Versorgung. Häusliche Pflege durch Angehörige: 420.00 Euro Pflegegeld | Monat [ab 2010: 430.00 Euro, ab 2012: 440.00 Euro]. Häusliche Pflege durch Fachpersonal: 980.00 Euro "Ambulante Sachleistungen“ [Pflegehilfe] im Monat [ab 2010: 1040.00 Euro, ab 2012: 1100.00 Euro]. Stationäre Pflege im Heim: 1279.00 Euro | Monat.

"PFLEGESTUFE DREI“
Schwerstpflegebedürftigkeit. Täglicher Zeitaufwand mindestens fünf Stunden. Zu allen Tages- und Nachtzeiten Hilfe bei der Grundpflege von mindestens vier Stunden pro Tag. Mehrmals pro Woche hauswirtschaftliche Hilfe. Pflege im Haus durch Angehörige: 675.00 Euro Pflegegeld | Monat [ab 2010: 685.00 Euro, ab 2012: 700.00 Euro]. Häusliche Pflege durch Fachpersonal: 1470.00 Euro "Ambulante Sachleistungen“ [Pflegehilfe] im Monat [ab 2010: 1510.00 Euro, ab 2012: 1550.00 Euro]. Stationäre Versorgung im Heim: 1470.00 Euro [ab 2010: 1510.00 Euro, ab 2012: 1550.00 Euro].

Richtigen Pflegedienst finden!
Prüfen, Sie diese Punkte bevor Sie einen Pflegedienst beauftragen.
Hat der Pflegedienst einen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse? Falls nicht, übernimmt
....die Kasse nur 80 Prozent der Kosten.
Kommt der Pflegedienst vor Vertragsabschluss zu einem gebührenfreien Erstgespräch? Der
....Vertreter sollte Infomaterial und ein Pflegekonzept aushändigen.
Wird ein gebührenfreier Kostenvoranschlag angeboten, der aufschlüsselt, welche Leistungen
....die Pflegeversicherung übernimmt und welche ggfs. selbst vergütet werden müssen?
Wie arbeiten die Pfleger? Gibt es ein festes Pflegeteam oder ständigen Wechsel? Gibt es
....Mitarbeiter mit besonderer Spezialisierung [z.B. auf die Pflege altersverwirrter Menschen]?
....Welche Arbeiten übernehmen ausgebildete und welche nur angelernte Kräfte?
Ist der Pflegedienst auch an Sonn- und Feiertagen, nachts und im Notfall erreichbar?
Berücksichtigt der Pflegeplan die individuellen Bedürfnisse wie feste Aufsteh- und Zubettgeh-
....Zeiten?
Kann als Pflegekraft ein Nichtraucher angefordert werden?
Wird auf die Gefühle der Pflegefälle Rücksicht genommen, wird Intimpflege z.B. nur durch
....gleichgeschlechtliches Personal vorgenommen?
Bietet der Pflegedienst ein monatliches Abrechnungsblatt ["Leistungsnachweis“] an?
....Der Kunde sollte davon eine Kopie erhalten.
Hat der Dienst Gütesiegel oder Zertifikate von Berufsverbänden oder Überwachungsvereinen, ....die garantieren, dass der Dienst möglichst regelmäßig getestet wird?

Quelle: Bundesverband Verbraucherzentralen

Mehr als alles andere ist das finanzielle Verhaltensmuster, das unser Leben bestimmt - wenn Ihr finanzielles Verhaltensmuster nicht auf Erfolg ausgerichtet ist und Sie keinen „TRUST-Financial-Personal-Trainer“ haben, werden Sie niemals viel Geld besitzen. TRUST-Financial-Personal-Trainer hilft! Jetzt zur Finanzwissenserweiterung anmelden oder anrufen [089-550 79 600]!

.........................................................................................QR Code