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Aktien leiden unter Rezession, Staatsanleihen unter Inflation ... In jeder Marktsituation wird mit einigen Asset-Klassen gutes Geld verdient! Jetzt ist die beste Zeit, um gegen den Strom zu schwimmen.

Gelassenheit ist die höchste Tugend der Geldanlage. Das wichtigste Metier ist die gut vorbereitete Analyse. Die Weltwirtschaft, fällt sie in eine Depression oder eine ähnliche Starre wie in Japan seit 1989, werden die Verbraucherpreise fallen? Springt der Konjunkturindex an, sorgt die Geldflut für steigende Preise. Selbst eine Hyperinflation ist nicht auszuschließen. Auf Investments in Anlegerdepots wirken sich die Szenarien sehr unterschiedlich aus.

Es ist unmöglich, sein Vermögen vor allen denkbaren Krisen zu schützen. Wer sein Depot breit aufstellt, kann ruhiger schlafen. Die größte Aufmerksamkeit sollte man dem Szenario steigender Inflation widmen. Es ist mit Abstand das Wahrscheinlichste.

Das Verhalten der wichtigsten Asset-Klassen in verschiedenen Weltwirtschafts-szenarien. Immobilien gewinnen immer!

.Asset-Klasse Große
Depression
Japanische
Verhältnisse
Steigende
Inflation
Hyperinflation
.Aktien negativ negativ sehr positiv negativ
.Staatsanleihen sehr positiv positiv negativ sehr negativ
.Unternehmensanleihen sehr negativ neutral positiv sehr negativ
.Gold positiv negativ negativ positiv
.Rohstoffe negativ neutral sehr positiv positiv
.Cash positiv neutral negativ sehr negativ
.Immobilien neutral positiv sehr positiv sehr positiv
.Lebensversicherungen neutral positiv negativ sehr negativ

Turbulenzen auf den Weltmärkten werden sich in Zukunft häufen und das in immer kürzeren Abständen. Unabhängige professionell aufgestellte Finanzbüros mit allen Spezialisten - von Versicherungskaufmann über Certified Financial Planner®, Immobilienmakler bis hin zu Vermögensverwalter - sind die Einzigen, die souverän die Portfolios der Kunden managen werden.

Die vier Weltwirtschaftsszenarien im Detail!

Große Depression - Deflation [10 Prozent Wahrscheinlichkeit]
Unternehmenspleiten, Massenarbeitslosigkeit, Preisverfall - eine Abwärtsspirale.
Eine Neuauflage der Großen Depression aus den 30er-Jahren gehört zum Schlimmsten, was der Weltwirtschaft passieren kann. Vor allem in den USA gilt der Mix aus Massenarbeitslosigkeit, fallenden Verbraucherpreisen und Pleitewelle als nationales Trauma. Alle basteln daran, dass es sich nicht wiederholt. Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb gering, maximal zehn Prozent. Damit das Realität wird, müssten zwei unglückliche Umstände zusammentreffen.

Zum einen erweist sich die Schieflage der Banken als noch dramatischer als angenommen. Der IWF muss seine Schätzung für das weltweite Volumen toxischer Wertpapiere von vier Billionen Dollar immer weiter erhöhen. Zum anderen gelingt es den Regierungen nicht, die Konjunktur anzukurbeln. Die milliardenschweren Hilfspakete entfachen nur ein kleines Strohfeuer. Die Banken sind so sehr damit beschäftigt, ihre Bilanzen aufzupäppeln, dass die Kreditvergabe über viele Monate stockt. Diese Misere schlägt immer stärker auf den Arbeistmarkt durch. In den USA klettert die Arbeitslosenquote auf 15 bis 20 Prozent.

Als Folge bricht der Konsum weiter ein, die Verbraucherpreise fallen. Die Angst vor Jobverlust und sozialem Abstieg erfasst immer mehr Menschen. Die Wirtschaft steckt in einem deflationären Abwärtsstrudel. Kreditstau und Umsatzeinbruch treiben reihenweise Unternehmen in den Bankrott, was die Lage der Banken weiter verschärft. Das ist der Stoff, aus dem die Albträume von Fed-Chef Ben Bernanke sind. In diesem Szenario könnte die Wirtschaftsleistung in Deutschland bis 2013 um mehr als 15 Prozent schrumpfen. Die Verbraucherpreise brechen in der Spitze um mehr als fünf Prozent pro Jahr ein. Zum Vergleich: In den USA schrumpften sie in den frühen 30ern sogar um bis zu zehn Prozent. Der DAX beendet seine Rally im Sommer und geht auf Tauchstation, in Richtung seines Tiefs von 2003 bei 2.200 Punkten. Die Nachfrage nach Rohstoffen sinkt dramatisch. Der Ölpreis könnte unter 20 Dollar je Barrel fallen. Die Flucht aus Risikoanlagen treibt Anleger in Gold und Staatsanleihen höchster Bonität. Bargeld ist Trumpf, weil die Deflation dessen realen Wert steigert.

Japanische Verhältnisse [20 Prozent Wahrscheinlichkeit]
Das Großreinemachen bei Banken dauert mindestens fünf Jahre. Die Wirtschaft kommt nicht vom Fleck.
Solange im Finanzsektor Eiszeit herrscht, ist ein Aufschwung der Realwirtschaft unmöglich. Er dringt auf eine rasche Sanierung der Bankbilanzen. Ein Blick nach Japan zeigt, warum. In den 80er-Jahren erlebte das Inselreich einen Boom, der in einer Masseneuphorie gipfelte. Aktienkurse und Immobilienpreise explodierten. Als die Blase Anfang der 90er platzte, saßen Banken auf einem Gebirge fauler Kredite. Und die Politik ließ sich zehn Jahre Zeit, bis sie in der Bankenlandschaft aufzuräumen begann. Das berühmte verlorene Jahrzehnt.

Europäer und Amerikaner reagierten diesmal schneller und überschütteten die kränkelnden Institute mit Kapital. Das Problem der "toxischen Papiere" löst der Geldregen allein nicht. Die eigentliche Aufgabe ist es, die Schrottbestände aus den Bilanzen zu tilgen. Diese Operation könnte nach historischen Erfahrungen mindestens fünf Jahre dauern. Genug Zeit für ein japanisches Déjà-vu. Die Konjunktur pendelt zwischen Rezession und winzigem Wachstum, während die Notenbanken die Zinsen nahe null halten. Die Preise steigen nicht, von den Rettungsmilliarden für die Banken kommt zu wenig in der Wirtschaft an. Die Konsumflaute gibt der Inflation den Rest, eine schleichende Deflation befällt Deutschland und andere Staaten wie Japan seit den 90er-Jahren. Die Staatsverschuldung nimmt japanische Dimensionen an.

Schon heute steht das Land mit 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in der Kreide. Mehrmals keimt Hoffnung auf die Wende, was dem DAX kurze Rallys beschert. Insgesamt rutscht er unter das Tief vom März. 2009. Anleger geben ihr Geld bevorzugt in Staatsanleihen. Stabile Preise erhalten den realen Wert der Versicherungs-Policen, und das Konkursrisiko sinkt gegenüber dem Depressionsszenario. Gold ist neben Aktien prominentester Verlierer. Ohne Weltuntergangsstimmung und Inflationspanik verliert es an Attraktivität.

Steigende Inflation [65 Prozent Wahrscheinlichkeit]
Die Rettungspakete für Banken und Konjunktur greifen. Die Geldflut treibt die Preise.
Wünschenswert ist keines der vier Szenarien, die Perspektive einer steigenden Inflation scheint das beste. Dabei schaffen es Regierungen und Notenbanken mit ihren Kapitalinfusionen, den Absturz der Wirtschaft zu stoppen, wahrscheinlich schon im Herbst. Die Wende lässt auf sich warten: Die Banken sind mit Bilanzreparaturen beschäftigt. Und der US-Verbraucher erholt sich vom Schock fallender Hauspreise, steigender Schulden und des [drohenden] Jobverlusts nicht so schnell. 2010 nimmt die Arbeitslosenzahl weiter zu, während sich die exportabhängige deutsche Wirtschaft zu einem marginalen Wachstum aufrappelt. 2011 gewinnt der Aufschwung allmählich an Fahrt.

Wenn die Notenbanken die Zinsen anheben und die Geldschwemme austrocknen wollen, geraten sie ins Kreuzfeuer der Kritik. Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, ob sich der Sturm schon gelegt hat. Deshalb werden die Währungshüter nicht alle Geister los, die sie gerufen haben. Ein Teil der geschaffenen Zentralbankliquidität dringt in den Wirtschaftskreislauf, nachdem sich bei Geschäftsbanken der Kreditstau auflöst. Anfangs steigen die Preise kaum, weil Überkapazitäten und Lohndruck die Teuerung dämpfen. Dann beginnen die Inflationsraten zu klettern, unterstützt von anziehenden Rohstoffpreisen. Lassen die Notenbanken die Zügel zu stark schleifen, kann die Teuerung sogar zweistellig ausfallen wie in den USA in den 70er-Jahren. Der DAX muss auch im wahrscheinlichsten aller Szenarien Rückschläge hinnehmen, weil immer wieder Angst vor einem Einbruch aufflammt. Insgesamt steigen die Kurse. Wenn die Inflation nicht übermäßig anzieht, nimmt das Börsenbarometer die Marke von 7.000 Punkten. Auch Rohstoffe profitieren, die Erholung sorgt für einen Nachfrageschub. Staatsanleihen verlieren hingegen ihren Reiz als sicherer Hafen. Zumal die Inflation ihre Rendite drückt - oder auffrisst. Bargeld ist bei Minizinsen und Inflationsgefahr kein geeignetes Investment. Solange sich die Teuerung im Rahmen hält, leidet auch Gold. Das Vertrauen in Wirtschaft und Papiergeldsystem bleibt erhalten. Die jenigen die Schulden aufnahmen, haben gut lachen und die Immobilien steigen.

Hyperinflation [5 Prozent Wahrscheinlichkeit]
Die Rezession verschäft sich, Staaten gehen bankrott. Papiergeld verliert seinen Wert.
Hyperinflation heißt Teuerungsraten von mindestens 50 Prozent pro Monat. Sie würde den Preis von einem Liter Milch innerhalb eines Jahres auf über 30.00 Euro treiben. Die gute Nachricht: Hyperinflation ist mit Abstand das unwahrscheinlichste Szenario. Ihre Brutstätte war meist ein hoch verschuldeter Staat, der das Anlegervertrauen verliert und seine Zentralbank zum Gelddrucken zwingt. Wie die Weimarer Republik. Das mögliche Drehbuch von heute liest sich so: Zunächst verschärft sich die Rezession. In ihrer Hilflosigkeit werfen die Regierungen immer neue Staatsanleihen auf den Markt, um Konjunkturpakete und Sozialleistungen zu finanzieren. Die Haushaltsdefizite wachsen rasant. Investoren beginnen, an der Bonität von Industrieländern wie Großbritannien oder den USA zu zweifeln. Deren Anleihen finden zu wenig Abnehmer, die Zinsen steigen. Jetzt springen die Zentralbanken als Käufer ein - mit frisch gedrucktem Geld.

Das Anlegervertrauen erodiert weiter, ein Teufelskreis. Das Drama könnte in Europa beginnen, wo Länder wie Griechenland, Spanien und Irland schon mächtig in Schieflage sind. Oder in den USA, wo die Fed die Notenpresse angeworfen hat. Wenn Amerika seine Kreditwürdigkeit verliert, würde ein Dollar-Crash das Weltfinanzsystem aus der Bahn werfen. Unwahrscheinlich, aber ein Gedankenspiel nicht ohne jede Grundlage. Zur Erinnerung: 2009 wirft die US-Regierung Anleihen im Wert von rund 2.5 Billionen Dollar auf den Markt, viermal so viel wie in normalen Zeiten. Großbritannien bangt wegen seiner hohen Schulden bereits um sein AAA-Rating. Auch in der Weimarer Republik spitzte sich die Lage zu, als ausländische Investoren 1922 aus deutschen Anleihen flohen. Das Finale einer Hyperinflation ist eine Währungsreform, der GAU eines jeden Papiergeldsystems. Die Auswirkungen sind schwer vorherzusagen. Sie hängen vom Umtauschverhältnis und möglichen Zwangsabgaben. Generell gilt: Sparer schauen in die Röhre. Wer Schulden hat, gewinnt. Sachwerte wie Rohstoffe oder Immobilien profitieren, vor allem, wenn sie wie Wohnungen einen Gebrauchswert haben.

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